8 Fehler beim Hallenbau: Diese Irrtümer kommen Bauherren teuer zu stehen

Was soll schon schiefgehen? Mit dieser Einstellung gehen Sie die Planung Ihrer neue Gewerbehalle sicher nicht an. Von dieser Investition hängt eine Menge ab, nämlich die Zukunft Ihres Unternehmens.

Gerade in der Anfangsphase Ihres Bauprojekts sollten Sie deshalb die richtigen Entscheidungen treffen: bei der Auswahl des Grundstücks, der Hallenplanung und der Entscheidung für Ihre Baupartner. Unsere Erfahrung zeigt: Bauherren begehen dabei immer wieder dieselben Fehler. Damit Ihnen diese nicht passieren, beschreiben wir in diesem Artikel acht teure Irrtümer beim Hallenbau – und wie Sie sie vermeiden können!

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Angebote und Datenblätter vergleichen ist wichtig. Aber in Ihrer zukünftigen Gewerbehalle wollen Sie arbeiten, produzieren, vielleicht sogar wohnen. Davon machen Sie sich "in real" das beste Bild.

1. Nur im Internet recherchieren

Sie investieren hunderttausende Euro in Ihre neue Gewerbehalle? Dann sollten Sie vor einem Bauauftrag top informiert sein, und nicht nur alles aus grauer Theorie kennen. Statt alles online von Schreibtisch recherchieren zu wollen: Sprechen Sie mit echten Menschen, mit Bauunternehmern.

Unsere hebelHALLE-Baupartner besichtigen mit Ihnen gerne bestehende Objekte, die Ihrem Vorhaben ähnlich sind. Sie können sie mit allen möglichen Fragen löchern. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie verschiedene Baumaterialien auf Datenblättern vergleichen – oder mit Ihren eigenen Händen anfassen und die Unterschiede fühlen.

2. Bodengutachten zu spät beauftragen

Was kostet Ihre neue Gewerbehalle? Einiges mehr als nur die Baukosten – die Erdarbeiten und das Fundament sind ebenfalls große Kostenblöcke. Und damit die nicht explodieren, dürfen Sie einen Schritt nicht hinauszögern: das Bodengutachten zu beauftragen.

Dabei untersucht ein Sachverständiger die Bodenbeschaffenheit auf Ihrem Grundstück. Bei schwierigen Bodenverhältnissen sind eventuell aufwändige Vorarbeiten nötig, zum Beispiel bei hohen Grundwasserständen, harten Gesteinsschichten oder Verunreinigungen. Und je weniger tragfähig der Boden ist, desto größer muss das Fundament Ihrer Halle geplant werden.

Ein Bodengutachten für die Hallenplanung ist Pflicht. Jedoch sollten Sie das Bodengutachten am besten bereits vor dem Grundstückskauf beauftragen. So können Sie sich umentscheiden, falls das Grundstück schlechte Voraussetzungen bietet. Lieber haben Sie die 1.000 bis 2.500 Euro für das Gutachten in den sprichwörtlichen Sand gesetzt, als später eine vielfach teurere Halle bauen zu müssen.

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Hätte ich das doch nur vorher gewusst... Was auf den ersten Blick günstiger scheint, bringt womöglich hohe Zusatz- oder Folgekosten mit sich.

3. Nur auf den günstigsten Preis achten

Mangelnde Information ist oft der Grund für diesen Fehler: Bauherren entscheiden nur nach dem günstigsten Preis. Findige Anbieter nutzen das aus: Sie rechnen die Halle günstig und verschweigen hohe Zusatz- oder Folgekosten in ihren Angeboten.

Beispielsweise sparen Sie bei der Hallenkonstruktion und planen dafür mit größeren Fundamenten. Diese Kosten tauchen nicht im Angebot auf, weil das Fundament von einem anderen Dienstleister kommt. Oder sie bieten Ihnen günstige Sandwich-Platten (Blech und PU-Schaum) für die Außenwände an. Für den Brandschutz oder Schallschutz müssen Sie diese jedoch innen mit Vorsatzschalen verkleiden – und die sind teurer als die Sandwich-Platten selbst.

Hätten Sie das vorher gewusst, hätten Sie sich vielleicht gleich für das qualitativ bessere Angebot entschieden – und für die dauerhaften Vorteile, die Ihnen die etwas höhere Investition wert gewesen wären.

4. Fördermittel außer Acht lassen

Wenn Ihnen jemand zehntausende, hunderttausende oder gar Millionen von Euros einfach aufs Firmenkonto überweisen würde – würden Sie ablehnen? Genau das bieten Ihnen der Staat Deutschland und einige Bundesländer an, mit diversen Förderprogrammen.

Was Sie dafür tun müssen? Oft nur eines: den Antrag stellen. Förderprogramme sind zum Teil auf bestimmte Regionen ausgelegt, in anderen Fällen werden junge Unternehmen unterstützt, die nur seit wenigen Jahren am Markt sind. Darauf aus Unwissen oder Bequemlichkeit zu verzichten wäre wirklich fahrlässig!

Hier finden Sie weitere Informationen zu Förderungszuschüssen für Ihren Hallenbau.

5. Nicht über den Bebauungsplan informieren

Der Bebauungsplan regelt im Detail, was Sie auf einem Grundstück bauen dürfen und welche Vorschriften gelten. Für Schall- und Emissionsschutz zum Beispiel gelten andere Grenzwerte, je nachdem, ob Sie in einem Industriegebiet oder in einem gemischten Gewerbe- und Wohngebiet bauen.

Außerdem sagt die Grundflächenzahl (GRZ), welchen Anteil des Grundstücks Sie überhaupt überbauen dürfen – also wie groß Ihre Halle maximal sein darf. Diese Dinge sollten Sie wissen, bevor Sie Ihre Halle planen; besser noch, bevor Sie ihr Grundstück kaufen. Sonst kann es am Ende sein, dass Ihr Bauantrag abgelehnt wird und Sie teure Änderungen einplanen müssen.

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Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken: Wer schon bei der Hallenplanung auf eneuerbare Energien setzt, spart sich teure Betriebskosten und aufwendiges Nachrüsten.

6. Nicht auf nachhaltige Energien setzen

Nicht erst seit der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wissen wir, dass wir mehr für den Klimaschutz tun müssen. Ihre Gewerbehalle mit nachhaltigen Energien zu heizen oder zu kühlen ist eine von vielen möglichen Maßnahmen dafür.

Viele Bauherren zögern allerdings noch; was hauptsächlich an den höheren Anschaffungskosten für beispielsweise Heizungsanlagen oder Haustechnik liegt. Es ist jedoch ein Fehler, rein auf die Erstinvestition zu schauen.

Effiziente, mit erneuerbaren Energien betriebene Gebäude sind nicht nur besser fürs Klima, sondern am Ende besser für den eigenen Geldbeutel. Durch die niedrigeren Energiekosten wird der höhere Kaufpreis schnell amortisiert. Und Sie vermeiden, dass Sie bald eventuell teuer nachrüsten müssen, nämlich wenn die gesetzlichen Grenzwerte weiter verschärft werden, oder Erdöl oder Erdgas in Zukunft deutlich teurer werden.

7. Die Bau-Statik bei der Planung vernachlässigen

Sie planen Ihre Halle nach Ihren genauen Vorstellungen: jede Wand und jedes Tor soll genau dort hinkommen, wo es für Ihre Betriebsabläufe ideal ist. Allerdings muss die Statik Ihrer Halle stimmen, damit sie nicht irgendwann zusammenfällt. Physikalische Gesetze lassen sich nicht umgehen.

Beispielsweise möchten Sie ein Tor genau in einem tragenden Teil einer Wand platzieren, in einem sogenannten Verbandsfeld. Um die Statik zu gewährleisten, muss die Wand dann mit zusätzlichen Elementen verstärkt werden. Das kann teuer werden. Eine kleine Änderung würde Ihnen diese Extrakosten vielleicht ersparen.

Müssen Sie dafür Statiker werden? Natürlich nicht. Planen Sie mit einem Baupartner zusammen, der das Baumaterial gut kennt. Er hat Erfahrung in diesen Fragen und erarbeitet mit Ihnen gute und günstigere Alternativen.

8. Unerfahrene Architekten und Planer beauftragen

Wenn Sie Herzprobleme haben, gehen Sie dann zum Zahnarzt – denn Arzt ist schließlich Arzt? So ähnlich scheinen manche Bauherren allerdings bei der Auswahl eines Architekten, Planers oder Bauunternehmens zu denken.

Manche davon sind vielleicht sehr erfahren, haben bereits Dutzende Projekte durchgeführt. Aber haben sie Erfahrung mit genau dem Hallentyp, den Sie brauchen? Eine Halle in Systembauweise wird ganz anders geplant als eine gemauerte; ein Gewerbegebäude mit integrierter Wohnung muss viel höhere Anforderungen erfüllen als eines ohne. Und wer mit Vorliebe Gebäude mit Ziegeln plant, kennt die Feinheiten von Porenbeton vielleicht nicht aus dem Effeff.

Suchen Sie deshalb einen Baupartner, der Ihre Anforderungen genau versteht, und sich auf den Bau massiver Hallen in Systembauweise spezialisiert hat. Hier können Sie mit dem hebelHALLE-Baupartner in Ihrer Region Kontakt aufnehmen und einen Beratungstermin vereinbaren.

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